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Geschichte für Kinder

Die Weltwirtschaftskrise 1929

kindgerecht erklärt

Die Weltwirtschaftskrise im Jahre 1929 war ein schwerer wirtschaftlicher Einbruch der sämtliche großen Industrienationen betraf. Als Folge dieser Krise kam es zu Zusammenbrüchen von Wirtschaftsunternehmen, zu Deflation und zu Massenarbeitslosigkeit.

Auslöser dieser schweren Wirtschaftskrise war der sogenannte „Schwarze Donnerstag“, am 24. Oktober 1929, an der New Yorker Börse in der Wall Street. An diesem Tag kam es zum Zusammenbruch des überbewerteten Aktienmarktes der führenden Industrienation USA. Vorausgegangen war diesem Ereignis ein leichter Rückgang des Wirtschaftswachstums der Vereinigten Staaten.

Grund für diese Krise waren die Überproduktion von Waren und Massenspekulationen an der Börse, die durch Kredite finanziert worden waren. Die Vereinigten Staaten hatten nach dem 1. Weltkrieg die Produktion von Konsumgütern wie z.B. Autos oder Kühlschränke deutlich ausgeweitet, um dem wachsenden Bedarf gerecht zu werden. Doch Ende der 20er Jahre war der Markt an Gütern gesättigt und die Industrie konnte ihre Waren nicht mehr genügend absetzen. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung der Goldenen 20er Jahre war die Zahl der Börsenspekulanten stark angestiegen. Viele Menschen hatten kurzfristige Kredite aufgenommen, in der Hoffnung hohe Aktiengewinne erzielen zu können. Als im Oktober 1929 der wirtschaftliche Abschwung begann und es zu einem Preisverfall kam, verkauften viele Spekulanten in Panik ihre Aktien. Dadurch verloren die Aktienkurse jedoch noch mehr an Wert, was die Situation weiter verschlimmerte. Der Absturz an der New Yorker Börse breitete sich rasch auf andere Länder aus.

Durch den Zusammenbruch des Aktienmarktes wurden nun Gelder und Kredite, die zuvor in verschiedene andere Volkswirtschaften geflossen waren, überhastet abgezogen. Dadurch gerieten viele Länder in Europa und dem Rest der Welt ihrerseits in schwere Wirtschaftskrisen, was einen Rückgang des Welthandels und große Massenarbeitslosigkeit zur Folge hatte. In den USA führte die Weltwirtschaftskrise zur großen Depression der 30er Jahre.

Auch Deutschland wurde von der Wirtschaftskrise erfasst. Die deutsche Regierung unter Reichskanzler Heinrich Brüning versuchte der Krise durch Stärkung der deutschen Währung - der Reichsmark - sowie durch starken Sozialabbau zu begegnen. Doch seine verfehlte Deflationspolitik hatte dramatische Folgen für das Deutsche Reich. Die Zahl der Arbeitslosen stieg bis 1932 auf über 6 Millionen Menschen. Dies führte zum Aufstieg Adolf Hitlers und seiner NSDAP, der den Menschen versprach die wirtschaftlichen Probleme zu lösen und der schließlich 1933 die Macht übernahm.

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